Sicherheitsfunktionen
Der Roboter realisiert konfigurationsunabhängige und softwareintegrierte Sicherheitsfunktionen. Jede Sicherheitsfunktion und jeder sichere Ein-/Ausgang ist nach EN ISO 13849‑1 auf Performance Level d (PLd) in Kategorie‑3‑Architektur ausgelegt, entsprechend SIL 2 nach IEC 62061. Nach ISO 10218‑1:2025 kann das erforderliche Performance Level je Sicherheitsfunktion variieren. Es Handelt sich bei dem Roboter um eine Klasse II roboter nach ISO 10218-1:2025
Nicht parametrierbare Sicherheitsfunktionen (immer aktiv):
- Sicherer Halt der Antriebe (STO) und Bremsen im Basis- und in jedem Antriebsmodul
- Sichere Ein-/Ausgänge (Elektrische kennwerte nach IEC 61131-2)
- Not-Halt-Schaltung (Stopp-Kategorie [0/1] nach IEC 60204-1)
- Betriebsartenwahl über Schlüsselschalter
- Fixe sicher reduzierte Geschwindigkeit im manuellen, HGC- und Recovery-Modus (SLS, ≤ 250 mm/s)
Parametrierbare Sicherheitsfunktionen (RobSafety):
- Parametrierbare sicher reduzierte Geschwindigkeit im Automatikbetrieb (SLS)
- Sichere Geschwindigkeitsreduzierung über sichere Trigger-Eingänge (Grundlage für SSM)
- Sichere Raum- und Achsgrenzen / virtuelle Schutzzonen (SLP)
- Konfigurierbare Zuordnung und Reaktion der sicheren Eingänge
Gefahren beim Betrieb des Roboters
Der Betrieb des Roboters unter nicht zulässigen Bedingungen kann zu unkontrollierten Achsbewegungen und zu schwersten Verletzungen führen.
► Stellen Sie sicher, dass Module und Greifer ordnungsgemäß verbunden und angeschlossen sind, damit im Betrieb und bei einem Stromausfall keine Gefahren auftreten.
► Das System darf nur mit einer Sicherheitskonfiguration betrieben werden, die in der Risikobeurteilung festgelegt wurde.
► Bei Verwendung externer Sicherheitsvorrichtungen müssen diese gemäß EN ISO 13849-1 der Kategorie 3, Performance Level d entsprechen.
► Die integrierten digitalen Ein-/Ausgänge von Endeffektoren (falls vorhanden) sind nicht durch die Sicherheitsfunktionen von RobCo geschützt.
Die Verwendung und Konfiguration von Sicherheitsfunktionen und Schnittstellen muss den Vorgaben der Risikobeurteilung für jede Roboteranwendung entsprechen (siehe Risikobewertung).
Die Anhaltezeit und der Anhalteweg des Roboters müssen im Rahmen der Risikobeurteilung für die Anwendung berücksichtigt werden.
Wenn das Robotersystem einen Defekt in der Sicherheitskette erkennt, z. B. Trennen eines Not-Halts, wird ein Not-Halt ausgelöst.